Süße-Reisen

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AIDA

Reisebericht AIDA

Die Unten stehenden Routen ist nur eine kleine Auswahl an Möglichkeiten.


Eine Kreuzfahrt, die ist lustig, ...

Werden wir seekrank? Das wollten wir testen und machten im September auf der AIDA – DIVA eine Mittelmeerkreuzfahrt. Los ging`s am 05.09. früh um drei nach Dresden, denn um fünf startete unser Flieger nach Palma auf Mallorca. Zwei Stunden später hieß es dann Jacken ausziehen, denn in Palma war es früh schon ziemlich warm.
Im Hafen nach einer 20minütigen Taxifahrt an der Aida angekommen, erschlug es uns fast. Wenn man noch nie ein Kreuzfahrtschiff gesehen hat (außer im Fernsehen), hat man keine Relationen, wie groß diese sind. Es hieß aber jetzt einchecken und irgendwo etwas essen.
Ein Buffettrestaurant hatte bis 11 Uhr Frühstück, glücklicherweise.
Dann hieß es Schiff erkunden. Wir hatten zwar einen Decksplan bekommen, aber ich wusste trotzdem nie , wo wir gerade waren. Also immer Jörg hinterher. Dazu muss ich sagen, diese AIDA hat 12 Decks. Und da auf allen Teppiche lagen, außer auf Deck 12 und in den Außenbereichen, waren 13 Uhr meine Akkus vom Rolli leer (schluchz) und es ging nichts mehr.
Da ich auch so schon ziemlich knülle war, legte ich mich zusammengerollt auf einen ziemlich großen runden Hocker bei der Rezeption. Um 16 Uhr kam die Durchsage, dass die Kabinen freigegeben sind. Freuen - rein in Rolli – mit Fahrstuhl runter auf Deck 4 – um die Ecke zu unserer Kabine, wo die Taschen sein sollten (mit meinen vollen Wechselakkus) – Kabinentür nach 3-4 Versuchen mit der Karte endlich auf – nein, Taschen nicht da. Aber da unsere Kabine innen neben dem Gepäckraum war, machte ich unsrem Kabinensteward mit Händen und Füßen klar, dass wir unbedingt unser Gepäck brauchen und das klappte gleich. Ich war also wieder mobil.
Die Kabine war groß genug, das Bad mit Duschsitz und das Waschbecken unterfahrbar (und höhenverstellbar), Der Kleiderschrank hatte herunterziehbare Kleiderstangen – die Kabine war also auch für uns zwei Rollis tauglich.
22 Uhr sollte die AIDA ablegen und das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Also hoch auf Deck 12 (da waren keine Teppiche), eine Bar testen und warten. Gegen 23 Uhr waren dann auch die letzten Passagiere da und es ging los. Es ist schon ein erhabenes Gefühl, wenn über die Bordlautsprecher Sail o way gespielt wird und man sieht, wie die Gebäude und Lichter an Land immer kleiner werden.
Der erste Tag war dann ein Seetag. Wir fuhren nach Neapel. Man sieht nur Wasser – Sonne – Wasser – noch mal Wasser. Das sahen wir aber erst, nachdem man uns zur Seenotübung geweckt hatte. Der Freitag war so anstrengend, dass wir`s verschlafen haben. Das Signal – 7 x ein langer hoher Ton - hörten wir zwar, aber ... Dann klopfte es und die Helfer warteten, bis wir angezogen waren. Auf Deck 10 waren ein Teil der Rettungsboote und dahin mussten wir. Die Schwimmwesten liegen übrigens in jeder Kabine im Schrank. An diesem Tag war Erholung angesagt. Nichts weiter als essen, sonnen (28°), an der Bar sitzen, faulenzen.
Sonntag waren wir dann in Neapel. Eine organisierte Tour ist für Rollis nicht machbar, also mussten wir auf eigene Faust los. Taxis sind ja an jedem Hafen genügend da. Ein Taxifahrer sprach uns auf englisch an und bot uns Pompeji und eine Stadtrundfahrt an. Er wusste sogar, wo in Pompeji ein Rolli-WC ist. Die Fahrt ging los, am Vesuv (er schläft gerade) vorbei nach Pompeji. Diese ehemalige Stadt ist im Jahr 79 n. Ch. durch den Vesuvausbruch zerstört worden, ist aber noch begehbar. Wir waren aber nur außen, denn die Wege sind sehr grobpflastrich und schon für Läufer sehr anstrengend. Doch schon die durchgehenden Häuser, welche man von aussen sah, waren beeindruckend. Man muss ja bedenken, dass die Stadt voller Lava und mit Asche zugedeckt war. Das, was man heute sieht, wurde alles erst wieder bei Ausgrabungen entdeckt, welche aber sicher noch lange andauern werden.
Nach 2 Stunden Pompeji und schwülen 30°C holte uns unser Taxi wieder ab und es ging zurück nach Neapel. Neapel ist eine graue, dreckige und dunkle Stadt, zumindest der größte Teil davon. Grünflächen gibt es nicht, außer einen großen Park. Wir sind durch Gassen gefahren, wo max. ein Auto durchpasst, wobei aber da links und rechts kein Motorrad stehen darf. Und es ist wirklich noch so, wie man es aus Filmen kennt, also die Wäscheleinen über der Straße, Laternen (immer nur eine) hängen am Kabel quer darüber und es ist selbst am Tag sehr düster. Als Frau würde ich mich alleine dort nicht durchtrauen. Neapel hat aber auch ein Viertel, wo Menschen mit viel Geld wohnen. Unter anderem der ehemalige Fussballstar Diego Maradonna. Dieser wird in Neapel sehr verehrt und es gibt sogar ein eigenes Museum für ihn. Zurück auf der Aida hieß es dann nur Klamotten wechseln und ab an die Bar auf Deck 12 – relaxen und etwas kühles trinken. Welch eine Erfrischung.
Montag legten wir früh in Civitavecchia an. Rom liegt ja nicht am Meer und vom Hafen aus waren es noch mal 1 ½ Stunden mit dem Bus. Da aber Rom nicht so optimal für Rollis ist, verbrachten wir den Tag an Bord. Jörg an Deck und ich im Bett, versorgt mit Grippostad, Nasenspray und Halstabletten. Auf den Außendecks war es nämlich immer warm, aber im Schiff ist eine Klimaanlage und da fühlte ich mich dann meist wie im Kühlschrank.
Dienstag war wieder Seetag, also wieder essen, sonnen, die Drinks geniessen, faulenzen.
Am Mittwoch waren wir dann in Marseille. Jörg schloss sich einem andern Rollifahrer an und ich brauchte den Tag noch zur Erholung. Marseille ist die zweitgrößte französische Hafenstadt, in der man als Tourist schön bummeln und shoppen kann. Die Kathedrale ist sehenswert, aber sonst kann ich nichts weiter dazu sagen.
Donnerstag waren wir in Barcelona. Es hieß Taxi schnappen und rein in die Stadt. Es wurden öffentliche Stadtrundfahrten angeboten, welche auch mit dem Rollstuhl machbar sind. Die Busse haben alle eine Rampe. Da aber Menschenmassen anstanden, ließen wir das sein und erkundeten per Rolli. Das war auch nicht schwer, denn beim Hafen steht die sehr hohe Columbusstatue und wenn man nicht mehr weiterweiß, braucht man nur nach ihr zu schauen.
Die Innenstadt von Barcelona ist sehr gut befahrbar. Details von Barcelona kann ich leider nicht nennen, doch sehenswert ist auf alle Fälle der Placa Garibaldi. Dieser ist rundum mit einem Theater, einer alten Hochschule, einer Kirche (seit langem wird diese saniert) und vier oder fünf Hotels mit auf alt restaurierter Fassade bebaut. Wirklich schön. Es gibt zwar Kopfsteinpflaster, aber es ist auch ein glattes, durchkreuztes Viereck vorhanden, so dass man überall hinfahren kann. Barcelona hatte an dem Donnerstag einen katalanischen (frühere Herrschaft) Feiertag und war voller Menschen. Man konnte eigentlich nur mit dem Strom mit. Die meisten waren, glaube ich, Touristen, denn im Hafen lagen acht Kreuzfahrtschiffe mit jeweils mind. 2000 Gästen. Und da ja Feiertag war, hatten natürlich alle Geschäfte zu (die Männer freuten sich, wir Frauen nicht), wo sich`s sonst evtl. doch etwas verläuft.
Abends war dann die Abschlussshow auf der AIDA. Der Kapitän sagte einige Worte, u.a. dass wir eine ruhige See und kaum Wind hatten. Und wenn ich mir die Zahlen richtig gemerkt hab, waren 2100 Passagiere und 800 Angestellte unterwegs, welche 7 Tonnen Fleisch, 6,5 Tonnen Fisch und 10 Tonnen Obst, davon 2 Tonnen Ananas, verbraucht haben. Man musste also etwas zunehmen.
Es war eine wunderschöne Woche und seekrank wurden wir nicht. Es schaukelte zwar am ersten Abend etwas, aber da gewöhnt man sich sehr schnell daran. Jetzt kann ich verstehen, warum früher Matrosen breitbeinig und –armig gelaufen sind, denn die Schiffe waren nicht so groß.
Wieder in Palma angekommen (Freitag früh), waren wir noch mal ausgiebig frühstücken und dann hieß es
Tschüss AIDA, wir kommen wieder.

 
Teneriffa Mallorca