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New York

Reisebericht New York


Im Rolli durch New York


wir sind wieder zu hause, leider ist unsere New York Reise viel zu schnell vorbei gegangen. New York ist echt klasse und weitestgehend für Rollstuhlfahrer geeignet.
Unser Flug mit Lufthansa nach New York JFK verlief problemlos. Die Fahrt mit Suppershuttle nach Manhattan funktionierte auch, es war ein Bus mit absenkbarer Rampe, so dass man als Rollifahrer nicht extra umsetzen muß. Die Fahrt dauerte aber recht lange, da der Bus noch an 3 Terminals Passagiere abholte und dann erst zu den einzelnen Hotels fuhr. Nach dem langen Flug kam es einem um so länger vor. Daher entschlossen wir uns für die Rückfahrt vom Hotel zum JFK Flughafen nicht mehr mit Suppershuttle, sondern lieber mit einem Taxi zu fahren.

Wir hatten uns für das Hotel Marriott Marquis Times Square entschieden. Es liegt direkt am Times Square und ist idealer Ausgangspunkt für sämtliche Unternehmungen. Ich kann das Hotel Marriott Marquis mit gutem Gewissen als barrierefreies Hotel weiter empfehlen. Wir hatten ein Zimmer in der 35. Etage. Die Zimmer sind recht groß, ich gehe von ca 40 qm aus, das Bad hat eine befahrbare Dusche mit klappbarem sehr großem Duschhocker, der jedoch etwas zu niedrig angebracht ist. Es gibt genügend Handläufe. Die Toilette steht so, dass man genug Platz daneben für den Rolli hat, auch da befinden sich 2 Handläufe. Wir hatten eine Toilettensitzerhöhung von 10 cm dabei, damit war die Höhe perfekt. Das Waschbecken ist unterfahrbar. Die Zimmer sind sehr schön, mit großem LCD TV, einer Kaffeemaschine, einem Radiowecker mit Ipod Anschluß, Internetanschluß. Leider gibt es keine Minibar und auch keinen Kühlschrank, jedoch ist auf jeder Etage eine Eiswürfelmaschine, so dass man seine mitgebrachten Getränke kühlen kann. Die Aussicht aus unserem Panoramafenster war zur einen Seite zum Times Square und zur anderen Seite sahen wir durch die Hochhäuser den East River. Einfach gigantisch aus dieser Höhe. Das Hotel hat jede Menge Aufzüge (allein die Hochgeschwindigkeitsaufzüge aus Glas sind eine Fahrt wert, wenn man wie wir bis in die 35. Etage musste) und wo nötig Rampen. Das Personal dort ist sehr freundlich und vor allem hilfsbereit.

Ansonsten ist New York echt klasse. Wir haben wahnsinnig viel unternommen. Wir hatten uns vorher online einen New York Pass bestellt, damit hat man für die meisten Sehenswürdigkeiten und Museen den Eintritt schon bezahlt und muß nicht mehr an den Kassen anstehen. Am ersten Tag sind wir nach der Ankunft im Hotel erst mal nur noch den Times Square rauf und runter und haben uns die Gegend rund um das Hotel angeschaut.

Am zweiten Tag sind wir zu Fuß bzw im Rolli kreuz und quer durch Midtown. Wir sind zur Radio City Music Hall, zum General Electric Building, zum Rockefeller Center und dann mit den Hochgeschwindigkeitsaufzügen hinauf auf die Aussichtsplattform Top of the Rock. Es ist eine wahnsinnig tolle Aussicht über Manhattan, die man von dort oben hat. Danach sind wir zur St. Patrick's Cathedral, zur Grand Central Station und zum Schluß noch über die Fifth Ave ein wenig shoppen. Abends sind wir meist durch den Theater District, wie vermutlich alle anderen New York Besucher auch. Es ist einfacher Tags über meilenweit durch Manhattan zu laufen, wie abends mit dem Rolli durch die Menschenmassen am Times Square.

Für den nächsten Tag hatten wir uns bei Big Apple Greeter angemeldet und hatten das Glück einen Greeter zu bekommen. Das sind New Yorker die freiwillig und ohne Bezahlung Touristen ihr New York zeigen wollen. Ich kann diese Organisation nur jedem empfehlen. Wir trafen auf einen sehr netten älteren Herrn, der uns sehr viel über seine Heimat erzählte und uns sehr viel zeigte. Mit ihm sind wir zum ersten mal mit dem Rolli in die Metro, was gar nicht so einfach ist, wenn man sich nicht auskennt. Leider hat nicht jede Metrostation einen Aufzug. Und wenn man sich nicht auskennt, steht man erst mal an den Drehkreuzen und fragt sich wie man dort mit dem Rolli durchkommen soll. Aber alles halb so schlimm, es gibt eine extra Tür für Rollifahrer. Wir hatten uns vorher online informiert, welche Station einen Aufzug hat, doch leider waren zwei Aufzüge außer Betrieb und so sind wir dann mit unserem Greeter auch mit dem Bus gefahren. Die meisten Busse in New York sind mit einer absenkbaren Rampe ausgestattet, so das es für Rollifahrer kein Problem ist, einzusteigen.Die Bushaltestellen für Rollifahrer sind mit einem extra Schild gekennzeichnet. Mit unserem Greeter sind wir zum Financial District, zum Ground Zero, in die St Paul's Chapel (sie stand direkt am Fuß des WTC und blieb unversehrt), zum Battery Park, dem Castle Clinton Nat'l Monument, zur Brooklyn Bridge, nach ChinaTown und Little Italie und Soho. Anschließend brachte er uns wieder zu unserem Hotel zurück.

Am vierten Tag sind wir den Broadway hinauf zum Central Park. Dort sind wir dann einfach nur mal spazieren gegangen und haben das schöne Wetter genossen. Zurück sind wir zum Time Warner Center, zum Trump Tower, zum MoMA dem Museum of Modern Art dann die Park Ave runter zum Chrysler Building, zur NY Public Library und dann wieder den Times Square hoch zum Hotel. Abends sind wir noch zu Madame Tussauds.

Am fünften Tag sind wir wieder runter zum Finacial District, sind zum Battery Park und von dort mit der Fähre zur Freiheitsstatue gefahren. Von dort hat man einen tollen Blick auf Manhattan. Im Rolli genießt man überall den enormen Vorteil, nicht an den endlosen Schlangen warten zu müssen, sondern wird vom Aufsichtspersonal immer vorgelassen. Von der Freiheitsstatue über Ellis Island zurück sind wir zur Wall Street, American Stock Exchange, der Trinity Church, Federal Hall etwas shoppen ins Century 21 und nochmals zum Ground Zero. Dann sind wir noch zum Woolworth Building und haben uns im City Hall Park etwas ausgeruht bevor wir wieder ins Hotel zurück gefahren sind. Abends wie immer Times Square und Broadway rauf und runter. Spät abends hatten wir dann noch Feueralarm im Hotel. Durch die Sirenen sind wir aufgeschreckt und wussten erst mal gar nicht was los war. Die Stimme aus dem Lautsprecher sagte zwar, dass man auf den Zimmern bleiben soll, aber als wir dann die Sirenen der Feuerwehr vorm Hotel hörten, beschlossen wir uns die wichtigsten Sachen in den Rucksack zu packen und so lange die Aufzüge noch gehen runter zu fahren. Es standen so 7-8 Löschwagen der Feuerwehr vorm Hotel und die Feuerwehrmänner gingen mit schwerer Ausrüstung ins Hotel rein. Muß man mal erlebt haben, man kommt sich vor wie im Film. Da es nur ein Fehlalarm war, konnten wir relativ schnell wieder zurück ins Zimmer.

Am sechsten Tag sind wir ins American Museum of Natural History, eigentlich braucht man mindestens einen ganzen Tag um alles zu sehen, wir wollten aber nochmal in den Central Park und haben uns im Museum nur die Sachen angeschaut, die uns interressieren. Danach sind wir einfach nur shoppen gegangen. Am späten Nachmittag sind wir dann zum Empire State Building und hinauf zum 86. Stockwerk zur Aussichtsplattform. Anschließend noch zum Madison Square Garden und wieder den Broadway hinauf zum Hotel.

Am siebten Tag haben wir einen Helikopterrundflug über Manhattan gemacht. Das war das absolute Highlight dieser Reise und ich kann es jedem der in New York ist nur empfehlen, einmal im Heli über Manhattan zu fliegen. Das Personal der Helikopter Airline hatte überhaupt kein Problem damit, meinen Mann in den Helikopter zu heben, als würden sie das jeden Tag machen. Es war ein tolles Erlebnis, und gleichzeitig das Geburtstagsgeschenk für meinen Mann. Am Nachmittag sind wir noch nach Greenwich Village und zum Flatiron Building, abends wieder durch den Theater District.

Am achten und leider letzten Tag unserer Reise liefen wir Vormittags wieder kreutz und quer durch Midtown, nochmal zum shoppen in meine Lieblingsgeschäfte. Wir konnten das Zimmer ohne Aufpreis bis zum Nachmittag behalten. Nach dem Koffer packen ging es dann im Taxi zum JFK Flughafen und mit einem problemlosen Nachtflug mit Lufthansa zurück nach Frankfurt. Es war ein toller und zugleich sehr anstrengender Urlaub. Aber wir sind froh, dass wir uns trotz Rolli getraut haben, nach New York zu fliegen.

Vielen Dank für die Mühe die sie sich bei unserer doch etwas komplizierten Buchung gegeben haben.

Liebe Grüße

 
Barcelona