Süße-Reisen

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Tunesien

Tunesien
Ferienfreizeit der Gruppe Delphine 2008

Hammamet-Yasmine Hotel Iberostar Solaria

Vorwort
Als es am Samstag den 03.05.2008 endlich soweit war das wir unsere Reise antreten konnten waren alle sehr froh, denn dieser Ferienfreizeit waren einige unschöne Ereignisse vorausgegangen die uns ein wenig skeptisch machten ob das mit unserem verreisen tatsächlich noch klappen würde. Zum einen war das ein Sturz mit daraus resultierendem doppeltem Oberarmbruch von Astrid der und zum anderen der kurzfristige Ausfall von unserem Lieblingsnachtwachenersatzbetreuer Christian. Von beiden Ereignissen waren wir natürlich erst einmal schwer getroffen. Aufgrund des Armbruchs von Astrid verschoben wir die Reise um circa ein halbes Jahr sodass sich Astrid gut erholen und dann wieder fit und gut gelaunt mit uns reisen konnte. Darüber war vor allem die Astrid aber natürlich auch wir anderen sehr erfreut. Bei Christian ging das leider nicht da er erst sehr kurz vor dem bereits verschobenen Abreisetermin ausfiel. Natürlich waren wir über seinen Wegfall traurig und haben ihn auch die ganze Zeit über ein bisschen vermisst. Wir konnten aber durch Bernie der als Ersatz für Christian kurzfristig einsprang und sich prima in unsere wilde Bande einfügte getröstet werden.

Anreise
Um sechs Uhr morgens trafen alle mitreisenden Kollegen mehr oder weniger fit und wach auf der Gruppe ein. Zu meinem großen Erstaunen schliefen außer Astrid alle Bewohner noch. Ich dachte eher dass sie seit Stunden vor Aufregung wach in ihren Betten sitzen. Aber offensichtlich sind unsere Bewohner wesentlich cooler als ich dachte. Nachdem wir noch die letzten Sachen eingepackt und ein klein wenig gefrühstückt hatten ging es los. Das einchecken sowie der Flug und auch der Bustransfer verliefen Turbolenzen frei. Für Steffi war das der erste Flug ihres Lebens. Von außen betrachtet schien sie dass alles im Großen und Ganzen nicht sehr beeindruckt zu haben. Aber Steffi war auch wirklich sehr damit beschäftigt dass sie keine Musik dabei hatte und sich sorgte ob die Beschallung im Flugzeug zu ihrer Zufriedenheit ist. Auf Anfrage wie sie den Flug gefunden hat sagte sie aber das er ihr gefallen hätte.

Hotel
Als wir im Hotel ankamen war unser erster Eindruck, und ich denke ich kann für alle sprechen, sehr gut. Trotzdem waren vor allem wir Frauen noch etwas kritisch. Doch als wir dann die Zimmer, deren Anordnung und Ausstattung gesehen hatten waren auch wir
restlos überzeugt. Es gab wirklich nichts zu meckern. Die Zimmer waren sehr geräumig, sowohl praktisch wie auch schön eingerichtet und lagen alle direkt beieinander.
Aber nicht nur die Zimmer entsprachen unseren Erwartungen sondern auch der Service war überaus zufrieden stellen. Alle Angestellten waren freundlich und um uns bemüht auch wenn wir manchmal das Gefühl hatten das etwas weniger Tatendrang hier und da für uns besser gewesen wäre. Es kam nämlich nicht nur einmal vor das wir vor lauter helfender Hände kaum noch an unsere Leute rangekommen sind.

Essen
Bereits nach der ersten Mahlzeit war uns klar das dass eine fette Woche werden würde, denn das Essen schmeckte wirklich gut und es gab mehr als reichlich. Die Auswahl reichte von Pizza und Pommes über Leber, Cuscus, Salat, Gemüse und Fleisch in sämtlichen Formen bis hin zu zahlreichen Gebäcken, Eis und landestypischen Früchten. Aber nicht nur das Abendessen sondern auch das Frühstück war sehr umfangreich und lecker!!!
Um einen passenden Tisch und die Getränke kümmerten sich unsere Kellner rasch und freundlich. Damit das auch so bleibt haben wir unsere Stammkellner regelmäßig mit Trinkgeld bestochen und ich muss sagen es hat wirklich gut funktioniert der Service wurde immer besser J

Essverhalten
So nach der Beschreibung des Essens nun zur Beschreibung unseres Essverhaltens das in einzelnen Fällen doch eher speziell war. Zugegebener Maßen haben eigentlich alle ordentlich reingehauen. Wobei bei zumindest einem Teil von uns doch immer wieder die Vernunft durchgekommen ist und uns so was Gesundes und kleinere Mengen auf den Tellern beschert hat. Ja, ja das Kreuz mit der schlanken Linie, das kennt man ja. Den anderen hingegen war ihr schlanke Linie mehr als offensichtlich egal. Sie mampften sich munter durchs ganze Buffet und hatten sichtlichen Spaß daran. Besonders aufgefallen sind hierbei aber zwei Personen. Bernie und Dominik denn diese beiden entwickelten extra zum Transport der unzähligen Lebensmittel eine ausgefeilte Stapeltechnik die es ihnen erlaubte auf einem Teller circa eine halbe Tonne Essen zu transportieren. Faszinierend, wenn auch für uns auch nicht ganz nachvollziehbar. Denn das Hotel verfügte über unzählige Teller die es auch ermöglicht hätten das Essen auf etwa zwölf Gänge zu verteilen. Noch dazu wäre es dann vielleicht sogar möglich gewesen auf den Tellern etwas zu schneiden was so nämlich unmöglich war. Aber was soll´s – Männer halt – und das wichtigste ist ja schließlich das sie satt und glücklich wurden und das wurden sie.
Naja sagen wir mal sie und auch wir wurden zumindest fast immer satt. An drei Abenden nämlich waren wir auswärts Essen. Das war jedes Mal mehr oder weniger vornehm und hatte den riesigen Vorteil dass wir bedient wurden und nicht ständig zwischen Buffet und Tisch hin und her flitzen mussten. Nur meistens ist es ja eben meistens so, umso nobler umso weniger. Und so war es auch dort. Aber ein wenig weniger ist dazwischen ja auch mal nicht schlecht. Immerhin hat man dann am nächsten Tag wieder umso mehr Platz in seinem Magen.

Entspannung
Zu unserem Hotel gehörte auch ein großer Wellness - und Entspannungsbereich für den sich vor allem Dominik von Anfang an interessierte. Denn er hatte das Hammam in der Türkei sehr genossen hatte und wollte das hier gerne wiederholen. Also ging er mit Bernie los um sich beraten zu lassen. Doch offensichtlich meinte es der zuständige Angestellte etwas zu gut mit seinen Erklärungen sodass die beiden keineswegs erfreut und entspannt waren sondern eher gestresst und mit blutigen Ohren zurückkamen. Trotzdem probierte Dominik das Hammam aus und glücklicherweise war das wesentlich besser als die Einführung. So kam er diesmal tatsächlich entspannt und zufrieden zurück. Nachdem Dominik den Wellnesstempel nun also erfolgreich getestet hatte beschlossen auch wir anderen uns ein wenig verwöhnen oder wahlweise verschönern zu lassen. Wobei das mit dem Verschönern natürlich nur reiner Luxus und keineswegs Notwendigkeit war.

Umgebung
Schon nach den ersten paar Minuten unserer allerersten Umgebungserkundungstour stellten wir fest das die tunesischen Gehwege nicht wirklich behindertengerecht sind. Denn die Randsteine waren lebensbedrohlich hoch und der Gehweg zu zweit nur im Slalom zu bewältigen. In die Mitte der Gehwege waren nämlich zwar überaus sehr hübsch aussehend aber leider auch enorm platzraubende Büsche gepflanzt worden die ein gemütliches nebeneinander laufen leider unmöglich machten.
Im Ortskern von Hammamet Jasmin befand sich die Medina. Ein extra für Touristen angelegtes Bauwerk mit Geschäften, einem kleinen Basar und Restaurants. Auch der Rest des Ortes war sehr darauf getrimmt den angereisten Touristen zu gefallen. Alles war schön bepflanzt, hübsch bemalt und luxeriös anmutend gebaut. Im Großen und Ganzen sah es nicht schlecht aus doch leider vermittelte es für mich nichts typisch Tunesisches.
Um wirklich Land und Leute zu sehen musste man raus aus Hammamet Jasmin was wir natürlich auch taten und so konnten wir auch viel vom „echten Tunesien“ sehen und das gefiel uns wirklich gut.

Land und Leute
Laut Aussage unserer Reiseleitung waren wir zur grünsten und damit landschaftlich schönsten Zeit des Jahres in Tunesien. Und ja wir sahen tatsächlich auch einige, zwar einige wenige, aber immerhin blühende Pflanzen am Straßenrand. Das ist auf jeden Fall schon einmal mehr wie bei meiner letzten Tunesienreise wo ich ausschließlich Sand und Kamele sah. Also Spitze!
Beim Umgang mit den Einheimischen sowie den landesüblichen Bräuchen und Gepflogenheiten war uns Johanna eine große Hilfe. Johanna ist eine Schweizerin die sein mittlerweile zehn Jahren in Tunesien lebt, fließend arabisch spricht und Hilfsmittel sowie Ausflüge für Behinderte und ältere Urlauber in der Region Hammamet organisiert. Kurz gesagt sie ist ein Insider. Sie klärte uns über die Trinkgeldgepflogenheiten sowie das richtige Fotoverhalten auf. Darüber hinaus erzählte sie uns dass die Tunesier im offenen Umgang mit Behinderten noch unsicher aber dennoch sehr bemüht sind. Daraus resultiere dann wohl eben auch die oft überschwängliche aber etwas planlose Hilfe, sowie fragende oder irritierte Blicke. Für uns waren all diese Informationen sehr hilfreich und wichtig denn wir waren im Umgang mit den Tunesiern mindestens genauso unsicher wie sie mit uns.

Wetter
Leider entsprach das Wetter dieses Jahr nur Streckenweise unseren hohen Erwartungen. Zu Beginn und auch zum Ende unserer Reise hin war es sehr bewölkt und deshalb leider nicht zum baden an Meer oder Pool geeignet. Schade aber nicht wirklich schlimm denn immerhin sind wir ja kreativ und hatten immer schnell einen Plan B ausgetüftelt der uns dann auch Spaß und/oder Erholung brachte.

Pool ´s
In unserer Anlage befanden sich mehrer Pool´s. Zwei außerhalb von denen aber leider nur einer per Rollstuhl zu erreichen war und ein beheizter Salzwasserpool im Inneren des Hotels.
Wir entschieden uns natürlich vorerst für den Außenpool und waren auch wild entschlossen ihn ziemlich zügig zu stürmen. Das überlegte sich ein Teil nachdem die Wassertemperatur getestet war, zugegebenermaßen auch ich, dann aber vorerst noch mal anders. Zumindest am ersten Tag beschlossen wir draußen gebliebenen dann eben erstmal die „Grillsaison“ zu eröffnen. Also postierten wir uns auf unseren Liegen und genossen die an diesem Tag üppig scheinende Sonne.
Obwohl das Sonnenanbeten immer ein wichtiger Teil unserer Poolsessions blieb so zog es uns in den nächsten Tagen doch auch ins Wasser. An einem Tag, man glaubt es kaum, waren tatsächlich alle, außer Anna die lieber einen auf Paparazzi machte und das Spektakel auf Foto bannte, gleichzeitig im Wasser. Das war ein riesigen Spaß und Tumult. Es wurde gespritzt und getaucht was das Zeug hielt. Besonders Marie – Luise fiel durch ihre lauten Schlachtrufe und Angriffslustigkeit auf.
So nun noch ein paar Worte zu dem vorher erwähnten beheizten Salzwasserpool. Dieser Pool war mindestens genauso toll wie der andere. Denn erstens diente er am ersten Tag denjenigen die eben nicht nur rumliegen wollten, denen der Pool aber noch etwas zu frisch war, also der Weicheifraktion unter den Wasserratten, als Ausweichmöglichkeit zum planschen und zweitens gab er an einem der bewölkten Tage einen Prima Plan B ab. Und Ich kann euch versichern das tauchen ging darin genauso gut wie in dem anderen auch J

Meer
Aufgrund der leider nicht so gut mit dem Meer kompatiblen Wetterlage waren die meisten von uns, in diesem Jahr nur ein einziges Mal und das auch nicht gerade lange am Meer. Nach erstem antesten des Wassers stand fest das es noch, sagen wir mal, saukalt war und auch draußen war es aufgrund eines frischen Lüftchens zumindest, sagen wir mal, nicht brütend heiß. Somit erhöhte sich der Tapferkeitsgrad um das Wasser zu betreten enorm. Aber wie ich ganz zu Beginn ja schon erwähnt hatte sind wir verdammt coole Typen – also rein mit uns. Gesagt – Getan. Bis auf Hubert, der aber ohnehin nicht gerade als Wasserratte verschrien ist, stürzten sich tatsächlich alle in die Fluten. Über die Badedauer der einzelnen Schwimmer wird keine Auskunft gegeben. Reingestürzt ist Reingestürzt und bekanntlich kommt es ja nicht auf die Länge an.

Trinkverhalten
Alle die nicht durch die Einnahme von Medikamenten daran gehindert wurden haben bereitwillig Alkohol zu sich genommen. Vor allem Wein, Bier und Wodka Orange waren gefragt. Natürlich haben wir in guter Erinnerung an den Raki aus der Türkei auch den einheimischen Schnaps probiert. Der entsprach unseren Gaumen aber nicht wirklich und so hielten wir uns dann strikt an die nicht einheimischen Spirituosen. So, jetzt aber Schluss damit nicht das noch der Eindruck entsteht das wir uns nur betrunken oder gar gesoffen hätten. Natürlich tranken wir nur aus gutem Grund, zum Beispiel zu einem leckeren Essen oder amüsanter Unterhaltung, und dann selbstverständlich auch gesittet und im Maßen.
Über die alkoholischen Getränke hinaus nahmen wir natürlich aber auch noch große bis riesige Mengen an Wasser und Cola zu uns.

Abendgestaltung
Einige unserer Abende verbrachten wir in unserem Hotel wo wir uns von den haueigenen Animateuren bespaßen ließen. Ihr Repertoire reichte von Quiz, über Tanzduell und Bingo zu Folklore. Zwei Abende sind aus meiner Sicht hierbei besonders zu erwähnen Am Quiz, das leider etwas über dem von uns vermuteten RTL Niveau lag nahmen wir gerne und freiwillig teil. Immerhin glaubten wir dass es tolle Preise wie etwa Zigaretten oder Freibier gibt, was jedoch ein Trugschluss war. Trotzdem hängten wir uns voll rein und erreichten mit unserem überwältigenden Wissen, für Steffi, immerhin den Vierten Platz. Noch erfolgreicher waren wir in dieser Woche nur noch beim Bingo wo ich für Dominik den zweiten Platz machte und ihm somit ein T-Shirt gewann. Nicht ganz so gut wie Freibier aber schon mal ein Anfang!!! Beim Tanzabend zierten wir uns erst etwas aber die Animateure hatten uns nach kurzer Zeit dann mehr oder weniger, naja eigentlich doch eher mehr gewalttätig auf die Tanzfläche gelockt bzw. gezehrt. Und so schwangen wir an diesem Abend alle das Tanzbein und hatten zeitweise auch noch Spaß dabei. An den Abenden an denen wir die Animation nicht so ansprechend fanden setzten wir uns einfach zusammen und belustigten uns selbst. Einmal zum Beispiel gab Marie – Luise ihr ganzes musikalisches Können zum Besten was auch noch weit über unsere Gruppe hinaus für großes Aufsehen sorgte. Aber auch ohne besondere Einlagen amüsierten wir uns Prima. Wir sind eben einfach eine lustige Truppe.

Ausflüge
In diesem Urlaub unternahmen wir auch zwei Ausflüge welche beide von Johanna organisiert und auch begleitet wurden.
Bei dem ersten fuhren wir auf einen einheimischen Markt wo wir zum ersten Mal in diesem Urlaub vorsichtig unsere Handelskünste ausprobieren und sinnlos jede Menge Geld ausgeben konnten. Das war einfach toll! Darüber hinaus hatten wir die Möglichkeit tunesischen Kaugummi zu probieren was auf jeden Fall eine interessante Erfahrung war. Ich glaube ich habe noch nie in meinem Leben etwas gegessen was so anders geschmeckt hat wie ich es mir vorgestellt hatte. Dieser Kaugummi war bitter und meiner Meinung nach eklig anstatt süß und lecker. Nachdem alle weitestgehend pleite waren sind wir zu unserer nächsten Station, einer Halbnomadenfamilie, weitergefahren. Kaum waren wir dort angekommen wurden wir von der Nomadenfamilie in ihr Zeltwohnzimmer gebeten mit und Tee und Brot empfangen. Wir waren darüber natürlich sehr erfreut und haben alles dankend angenommen. Gerne haben wir dann auch noch den Rest ihrer Wohnumgebung angeschaut und uns die Erzählungen und Infos des Reiseleiters angehört. Dabei erfuhren und sahen wir einige Dinge die uns sehr fremd waren und uns teilweise auch etwas seltsam vorkamen. Aber dafür fährt man ja in ferne Länder, um seinen Horizont zu erweitern und neue Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln. Das ist auf jeden Fall gelungen.
Beim zweiten Ausflug fuhren wir auf einen tunesischen Bauernhof. Dort wurden wir noch netter empfangen als bei unserem ersten Ausflug und so waren wir sofort begeistert. Aber nicht nur die Gastfreundschaft erfreute uns sehr auch das tolle Programm stellte uns mehr als zufrieden. Gleich als wir ankamen wurde kräftig für uns musiziert und mit uns getanzt. Aber damit noch lange nicht genug. Damit wir auch original aussahen und gut auf´s Kamel passten, Kamelreiten stand nämlich als nächstes an, wurden wir dann erst einmal landestypisch verkleidet. Kaum waren wir fertig ging das Abenteuer Kamelreiten auch schon los. Das heißt alle die reiten wollten wurden von den einheimischen Männern auf ein Kamel geschmissen und der Rest fuhr gemütlich in einer Kutsche vor uns her. Als wir nach unserer, für die meisten ersten, berauschenden Kamel- Reit- Erfahrung zurückkamen ging es sofort weiter im Programm und zwar mit typisch tunesischem Essen. Es wurde extra für uns Brot gebacken und der Grill angeschmissen. Vor allem das backen der Brote war faszinierend da diese nicht einfach in den Ofen gelegt sondern stattdessen an den Rand geklebt wurden. Das hat wirklich toll ausgesehen und darüber hinaus hat es auch noch sehr gut geschmeckt. Das Brot blieb aber bei weitem nicht das einzige was wir zu essen bekamen, denn dem Brot folgten kurz drauf auch noch tunesische Würstchen sowie Lamm und Kamelfleisch. Ja wir haben wirklich Kamel gegessen und ganz ehrlich – es hat uns auch noch Prima geschmeckt. Sehr vielseitig diese Kamele. Die sind wirklich super zu bereiten und auch gut zuzubereiten.
Nach dem Essen gab es dann noch mal eine Runde mit Musik und Tanz an der wir alle mit Freude und Freiwillig teilnahmen. Damit ging unser Ausflug dann eigentlich auch schon wieder zu Ende. Doch bevor wir wirklich abfuhren bekam Dominik ( der leider aufgrund seiner Behinderung nicht Kamelreiten konnte) noch die Möglichkeit sich auf ein Kamel zu setzten. Das war für ihn offensichtlich etwas ganz besonders und Tolles den er strahlte über´s ganze Gesicht. Natürlich erkannten auch wir die Besonderheit der Situation und bannten diese auf ca.1254 Fotos.

Kaufverhalten
Eine unserer Haupt und –Lieblingsbeschäftigung in diesem Urlaub war das Einkaufen genauer gesagt das Extrem – Einkaufen. Um die verschiedenen von uns gewünschten Dinge zu erstehen gingen wir nämlich nicht etwa einfach in einen Supermarkt sondern auf den Basar und dort und das kann ich euch versichern musste man um jedes Teil kämpfen. Was natürlich nicht heißen soll das sich die Verkäufer nicht von ihrer Ware trennen wollten. Nein, nein das war wirklich keineswegs der Fall, ganz im Gegenteil, es kam schon einmal vor das einem einer der Händler mit einem Teil auf der Straße hinterher gerannt ist und nicht aufgehört hat es lautstark anzupreisen. Sie waren also durchaus bereit ihre Waren herzugeben. Der Kampf bestand darin nicht einen horrenden Preis dafür zu bezahlen und das erreichte man nur durch hartes und noch härteres Feilschen. Denn die zu Beginn für ein Teil angesetzten Preise waren ausnahmslos immer wahnsinnig hoch bis fast unverschämt. Also haben wir gefeilscht – und wie wir gefeilscht haben. Da konnte man schon mal gut eine Viertelstunde in wilden Verhandlungen verbringen. Zum Schluss hatten wir dann aber immer, na gut oder fast immer, einen ganz guten Preis verhandelt – zumindest glaube ich das. Ob das nun wirklich der Wahrheit entspricht oder ob der Händler sich nachher vor Freude noch die Hände gerieben hat weil er uns das Teil trotz Verhandlung noch völlig überteuert andrehen konnte werden wir wohl nie rausbekommen und das ist auch gut so. Denn auf jeden Fall hatten wir so das gute Gefühl toll gehandelt zu haben und waren stolz und glücklich.
So nun aber noch mal zum Verkaufsverhalten der tunesischen Händler zurück. Denn noch schwieriger als einfach nur einen guten Preis zu verhandeln fand ich es sich nicht annähernd alles Unnötige andrehen zu lassen. Man konnte auf diesen Märkten nämlich kaum fünf Meter gehen (hierbei handelt es sich um eine realistische Längenangabe) ohne das einem von der Seite Waren angepriesen wurde. Und alle warben mit den gleichen zu Beginn ganz verlockend und harmlos klingenden Sätzen wie: Gut Preis, nix teuer oder Nur schauen nicht kaufen oder Sag mir was das in Deutschland kostet, nur sagen nix kaufen. Doch die Verlockung ließ nach spätestens dem zehnten Anbieter rapide nach und harmlos war es wirklich nie. Denn blieb man auch nur für eine Sekunde stehen und zeigte Interesse hatte man auch schon den Händler, der einen mitten in sein Warensortiment zerrte, am Arm. Und dieser hielt einem dann geschäftig ein Teil nach dem anderen unter die Nase und nannte einem ungefragt seine keineswegs billigen Preise. Ich kann euch sagen, war man erst einmal in solch einer verfänglichen Situation bedurfte es einiges Geschicks um dort, ohne was gekauft zu haben, wieder raus zu kommen.
Trotzdem waren die Märkte zumindest für mich, aber ich bin sicher auch für die anderen ein unvergessliches, sehr lustiges und schönes Erlebnis das wir auf keinen Fall missen wollen. Und noch dazu sind wir jetzt wirklich alle mit ausreichend Souvenirs eingedecktJ
Aussehen
Um Missverständnisse zu vermieden ein Satz vorab. Der Urlaub war wunderbar. Doch einige äußere Einflüsse wie zum Beispiel die harten Marktdebatten, sowie auch rapide wechselnde Wetterlagen und viel nächtliche Animation beeinflussten unser Äußeres geringfügig. Deshalb hier eine Beschreibung unseres Aussehens.

Tag – Wir sehen alle verdammt gut aus!!!Tag – Wir sehen alle ziemlich gut aus!!!Tag - Wir sehen alle noch ganz gut aus!!!Tag – Wir sehen immer noch gut aus!!!Tag – Wir sehen gar nicht mal so schlecht aus!!!Tag – Wir sehen noch ganz passabel aus!!!Tag – Wir sehen gar nicht mal so gut aber auch keineswegs schlecht aus!!! Tag - Wir könnten noch wesentlich schlechter aussehen!!!Tag – Wir sind fest davon überzeugt das es Leute gibt die schlechter aussehen als wir!
Zitate
Anna zu Hubert – Hey Schnecke!!!
Hubert antwortet – Anna, Schnecken sind Kriechtiere. Ich bin kein Kriechtier!!!

Hubert aus Versehen zu Simone – Semino
Erklärung um sein Versehen zu vertuschen – Semino heißt Simone auf Italienisch

Hubert zu Steffi – Eines Tages wirst du auch noch verkauft!!!

Steffi in die Runde – Ich bin aber der Wettergott!!!

Abreise
Die Heimreise verlief nicht ganz so Turbolenzen frei wie die Anreise. Das gilt sowohl für das einchecken wie auch der Flug selbst. Am Flughafen in Monastir wurden wir zwar sehr nett empfangen und hatten mal wieder zahllose helfende Hände um uns herum aber leider war alles mäßig bis wahnsinnig chaotisch. Was uns allerdings am meisten irritierte war die Tatsache das wir nach ärztlichen Attesten für unsere blinden gefragt wurden. Wir versuchten zu erklären das unsere Leute nur behindert und nicht krank sind. Doch so richtig überzeugt und beruhigt schienen die einheimischen Zuständigen nicht. Trotz diesem anfänglichen Durcheinander kamen wir dann aber alle gut ins Flugzeug. Und als wir in München ankamen stellte sich raus das sogar, bis auf meinen Koffer, auch alle Gepäckstücke den Weg zurück gefunden hatten. Ich hatte eher erwartet dass ein Koffer ankommt und alle anderen verschwinden. Aber es gibt wohl doch noch Zeichen und Wunder!

Resümee
Wie man in diesem Bericht und vor allem auch auf den zahlreichen von uns gemachten Fotos unschwer erkennen kann war das mal wieder ein Superurlaub. Wir haben wirklich, wirklich viel gelacht, konnten tolle neue Dinge schmecken, riechen, hören und sehen und hatten die Möglichkeit neue aufregende Erfahrungen zu machen.
Kurz um: Das war Spitze !!!!!!!!!

Mit freundlichen Grüßen Simone Schöppe
Gruppe Delphine

 
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